Essen gegen Krebs: Meine besten Buchtips zum Thema Anti Krebs Ernährung
Besser essen und trinken und das Krebsrisiko minimieren
Essen gegen Krebs. Es gibt sie, die ANti Krebs Ernährung
Beinahe jeden zweiten Tag kommt gefühlt ein neues Anti Krebs-Kochbuch raus oder ein Ernährungsberater preist auf YouTube oder anderen Plattformen die ultimativen Ernährungstips bei Krebs an.
Mit meinen Literaturempfehlungen versuche ich ein wenig Licht ins Dunkel des weiten Feld der Anti Krebs Ernährung zu bringen. Mit dabei sind einige überaus populäre Klassiker, wie etwa „Krebszellen mögen keine Himbeeren“ von Beliveau Gingras, oder mein absolutes Lieblingsbuch „Der Ernährungs-Kompass“ von Bas Kast. Darüber hinaus sind einige weniger bekannte, jedoch sehr empfehlenswerte Ratgeber an Bord.
Auch hier, habe ich noch nicht viel geschafft. Im Moment ist gerade eine Buchbesprechung aufgenommen. Ich arbeite an der Ergänzung.
Under Construction 🙂
Neben meiner täglichen Arbeit und einigen stressigen Herausforderungen nach Feierabend (wir sind gerade dabei, unser Dach zu erneuren und eine Wärmepumpe samt Photovoltaik und Steuerung zu beschaffen und in Gang zu bringen) bleibt meist zu wenig Zeit, um den Blog konsequent aufzubauen. So ist es auch mit meinen Literaturempfehlungen. Diese Rubrik wird nach und nach aufgebaut und ergänzt. Es lohnt sich, von Zeit zu Zeit reinzuschauen.
Wichtige Hinweise
Warennamen/Warenzeichen/Schutzmarken: Geschützte Warennamen (Warenzeichen) und Schutzmarken werden mit der Kennung ‚(R)‘ oder ‚®‘ kenntlich gemacht. Sollte ein derartiger Hinweis einmal fehlen, kann daraus nicht geschlossen werden, dass es sich um einen freien Warennamen oder Warenzeichen handelt.
Jörn Klasen, Matthias Riedl, Silja Schäfer
Die Ernährungs-Docs – Unsere Anti-Krebs-Strategie
Was Ernährung bei der Prävention, Behandlung und Nachsorge wirklich leisten kann
Meine Bewertung:
4 von 5 Sterne
Das sagen die Leser zum Buch
Häufige Leserkritiken loben das Buch als „seriös“, „leicht verständlich“ und „hilfreich“.
KI basierte Auswertung öffentlich zugänglicher Leserkritiken
Daneben wird das Buch dafür gelobt, keine „falschen Heilversprechen“ zu geben und keine „Wunderheilmittel“ zu versprechen.
KI basierte Auswertung öffentlich zugänglicher Leserkritiken
Dr. med. Jörn Klasen ist Facharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Magen-, Darm- und Lebererkrankungen, Ernährungsmediziner sowie Arzt für Anthroposophische Medizin und Naturheilverfahren. Er kombiniert die konventionelle Medizin mit komplementärmedizinischen Methoden. Über 15 Jahre war er Chefarzt und zehn Jahre stellvertretender ärztlicher Direktor am Asklepios Westklinikum Hamburg. Seit 2015 ist er leitender Arzt des Zentrums für integrative Medizin am Medizinicum Hamburg. Er gilt als Experte für die Kombination von Schulmedizin und Naturheilkunde.
Dr. med. Matthias Riedl ist ärztlicher Direktor der von ihm 2008 gegründeten medicum Hamburg MVZ GmbH, die Diabetologie und Ernährungsmedizin mit neun angrenzenden Facharztrichtungen ganzheitlich verbindet. Der Internist, Diabetologe und Ernährungsmediziner ist außerdem als Publizist für Fachzeitschriften und Verlage, Dozent auf internationalen Kongressen und Lehrbeauftragter zweier Universitäten tätig. Im Vorstand des Bundesverbands Deutscher Ernährungsmediziner (BDEM e. V.) engagiert er sich für die Förderung der Ernährungstherapie. Das Magazin „Focus“ nahm ihn 2013 in seine Empfehlungsliste „Top-Mediziner“ auf.
Dr. med. Silja Schäfer ist Ärztin für Allgemeinmedizin und Ernährungsmedizin und führt eine Schwerpunktpraxis für Diabetes und Ernährung in Kiel. Als ehemalige Leistungssportlerin und Trainerin interessierte sie sich schon früh für gesunde Ernährung. Jetzt als Hausärztin liegt es ihr am Herzen, eine gesunde und gesunderhaltende Ernährungsweise für alle zu ermöglichen. Seit Januar 2020 ergänzt sie das Team der Ernährungs-Docs im NDR.
Inhalt
Die folgende Inhaltsangabe bezieht sich auf meine E-Book-Ausgabe. Diese wurde im Jahr 2022 (Auflage 1) durch die Edel Verlagsgruppe herausgegeben.
Vorbeugen gegen Krebs
Vorwort
Krebs, die tückische Krankheit
Krebsfrüherkennung: Das steht Ihnen zu
Interview mit Dr. Silja Schäfer: Darmkrebs – Prävention und Nachsorge
Risikofaktor Übergewicht
Ernährung und Krebsrisiko. Was hilft, was schadet
Wie lässt sich Krebs mit Messer und Gabel vorbeugen?
Top-Lebensmittel zur Krebsprävention
Mythen über Krebs und Ernährung
Interview mit Dr. Thomas Riedel: Vitamintabletten und -pülverchen – hilfreich gegen Krebs?
Der große Test: Wie krebsgesund leben Sie?
Die Therapie unterstützen
Die wichtigsten Therapien im Überblick
Ernährung nach der Diagnose Krebs
Nach Darmkrebs endlich schmerzfrei
Alternative Krebddiäten – oft mehr Schaden als Nutzen
Interview mit Dr. Jörn Klasen: Schulmedizin und Komplementärmedizin – ein schlagkräftiges Team
Was tun bei Appetitlosigkeit, Übelkeit und Durchfall?
Neues aus der Forschung
Vorbeugend oder nach der Erkrankung: So mindern Sie Ihr Risiko
Patiente nfragen, die Ernährungs-Docs antworten
Besser essen mit Genuss
Frühstück
Nährstoff-Smoothies
Vormittags-Brotzeit
Mittagessen
Eiweiß-Drinks
Fruchtig-süßes Löffelglück
Abendessen
Kleine Gute-Nacht-Mahlzeit
Speisen mit Fett aufpeppen
Gerichte mit Eiweiß aufwerten
Kohlenhydrate einschränken
Tagespläne für eine hochkalorische Ernährung
Zum Schluß
Entzündungshemmer auf einen Blick
Krebsprävention: 10 wichtige Regeln
Die Ernährungs-Docs
Hilfreiche Links
Literatur
Das Buch ist sinnvoll aufgebaut. Im ersten Viertel „Vorbeugen gegen Krebs“ wird einerseits Wissenswertes zum Thema Krebs vermittelt. Vor allem jedoch werden dem Leser in diesem Abschnitt gehörig die Leviten gelesen. Man erfährt, welche Ernährung und auch Gewohnheiten das Kresbsrisiko negativ beeinflussen. So werden auch immer wieder kursierende Mythen über Krebs und Ernährung genüsslich und fundiert zerlegt. Der Abschnitt „Vorbeugen gegen Krebs“ mündet in einem Test „Wie krebsgesund leben Sie“? Ich habe ihn durchgezogen und die eine oder andere Stellschraube gefunden. Gute Idee. Nach meinem Eindruck ist es der beste und hilfreichste Textabschnitt im gesamten Buch.
Der zweite große Abschnitt „Die Therapie unterstützen“ ist meines Erachtens weniger gelungen und geht über längere Strecken am Thema Ernährung vorbei.
In diesem Abschnitt werden zunächst die wesentlichen Krebstherapien (Chemo, Bestrahlung,…) kurz und knapp behandelt. Daran wechseln sich entweder recht allgemein gehaltene Empfehlungen für die Ernährung nach der Diagnose Krebs mit recht speziellen Ausführungen z. B. zum Thema Darmkrebs oder auch Appetitlosigkeit und Übelkeit ab. Von dem anschließenden Kapitel „Neues aus der Forschung“ hätte ich mir einen etwas weitreichenderen Überblick versprochen. Stattdessen werden recht willkürlich einige wenige Aspekte herausgegriffen, wie etwa der Risikofaktor Süßstoffe oder keimarme Ernährung. Letztlich hätte ich im Abschnitt „Die Therapie unterstützen“, der immerhin etwa 20 % des Buches ausmacht, mehr konkrete Hinweise für eine hilfreiche, riskomindernde Anti-Krebs-Ernährung erwartet. Auch im letzten Kapitel „Vorbeugend oder nach der Erkrankung: So mindern Sie Ihr Risiko“ dieses Abschnittes kommt nichts Konkretes zur Anti-Krebs-Ernährung hinzu. Die Tips darin, wie etwa Stressmanagment, besser Schlafen, Krebs und Persönlichkeit oder auch Bewegung, sind allesamt gut und brauchbar. Nur haben sie halt wenig mit Ernährung gegen Krebs zu tun.
Mehr als die Hälfte des Buchinhaltes entfällt schließlich auf den dritten großen Abschnitt „Besser essen mit Genuss“. Darin werden insgesamt 70 bebilderte Rezepte mit einer gut nutzbaren Zubereitungsempfehlung vorgestellt. Für meinen Geschmack sind diverse sehr gelungene und auch mit akzeptablem Aufwand umsetzbare Rezeptideen dabei. Das eigentlich Wertvolle an dieser Rezeptsammlung sind die Erläuterungen zu den jeweiligen Inhaltsstoffen mit Bezug auf Krebsvermeidung. Darin kommen z. B. Inhaltsstoffen wie die antientzündlich wirkende Alpha-Linolensäure, Flavonoide und Terpene aus Zitrusfrüchten, dunkle Schokolade oder auch Papaya vor. Ich frage mich allerdings, warum diese hilfreichen Empfehlungen jetzt erst, versteckt in einzelnen Rezeptinformationen, untergebracht werden. Meiner Auffassung nach gehört so etwas in die ersten beiden Textabschnitte. Dort kommen derartige konkrete Anti-Krebs-Ernährungs-Empfehlungen schlichtweg zu kurz.
Fazit
Mit der Anti-Krebs-Strategie der Ernährungs-Docs wird ein lesenswertes Buch mit einer tollen Rezeptsammlung und diversen wissenswerten Informationen zum Thema Krebsvorbeugung vorgelegt. Die Informationen werden gut lesbar und verständlich vermittelt. Was man von dem Buch nicht erwarten darf, sind Informationen die in die Tiefe gehen. Das Buch vermittelt überwiegend Grundkenntnisse und -informationen und dies flüssig und lesenswert. Mehr sollte man auch nicht erwarten, denn es hat nicht den Anspruch ein tiefgreifendes, umfassendes Werk mit umfassender Beleuchtung der vielfältigen Ernährungsaspekte im Zusammenhang mit Krebs zu sein. Im Kern ist es ein schneller Einstieg mit grundlegenden Informationen rund um Krebs und Krebsvermeidung mit einer feinen Rezeptsammlung.
Wer mehr wissen und deutlich tiefer in eine gesunde Ernährung einsteigen möchte, dem empfehle ich z. B. „Der Ernährungs-Kompass“ von Bas Kast. Mein absolutes Lieblingsbuch, wenn es um gesunde Ernährung als ein Grundstein zur Senkung des Krebsrisikos geht.
Ein großes Plus ist die klare Positionierung zu den möglichen und erwartbaren Auswirkungen von Ernährung und Krebs. Das Buch weist zu Recht darauf hin, dass das Krebsrisiko durch Ernährungsfehler erheblich erhöht werden kann. Andererseits wird auch nüchtern eingeordnet, dass es kein Wunderheilmittel in der Ernährung gibt, mit welchem der Krebs bezwungen werden kann. Auch die Einordnung diverser Krebsmythen im Zusammenhang mit der Ernährung ist lesenswert.
Den Textabschnitt mit Hinweisen auf Krebsrisiken in der Ernährung finde ich besonders gelungen, hilfreich und wertvoll. Der dort massiv erhobene Zeigefinger erinnert den Leser vehement daran, seine Essgewohnheiten zu hinterfragen. Der Test „Wie krebsgesund leben Sie?“ bringt es schließlich gut auf den Punkt und ist empfehlenswert.
Was ich dem Buch vorwerfe, ist das Fehlen konkreter Hinweise zu empfehlenswerten Lebensmitteln zur Senkung des Krebsrisikos. Zumindest im Textteil des Buches kommen derlei Empfehlungen deutlich zu kurz. Die dort vermittelten Tips sind zwar auch hilfreich, jedoch eher allgemeiner Natur und haben nicht unbedingt mit der Ernährung zu tun. Wer hierzu mehr wissen möchte, muss sich durch die Erläuterungen in den Rezepten kämpfen. Für nachfolgende Buchauflagen sehe ich hier erhebliches Optimierungspotential.
Insgesamt ein gutes, lesenswertes und hilfreiches Buch mit guten Rezepten aber auch Defiziten. Deswegen ein Stern Abzug.