Infusionszyklus 3
Woche 1 bis 3 / Tage 47 – 67
Woche 1
Alles klar, Hälfte geschafft. Jetzt noch zwei Infusionszyklen zu je drei Wochen und es ist geschafft.
Die erste Woche mit voller Cisplatin-/Gemcitabin-Infusion an Tag 1 und Gemcitabin-Infusion am letzten Tag der Woche ist auch in diesem Zyklus besser als die folgende zweite Woche. Bis der Körper auf die Chemotherapeutika reagiert, dauert es auch jetzt wieder etwa eine Woche. So ist dann Woche 1 soweit in Ordnung. Bin nicht vollkommen schlapp und kann auch ganz ordentlich essen. Merke allerdings, dass es zum Ende der ersten Woche langsam kippt und ich zunehmend abbaue. Wie in beiden vorigen Zyklen auch. Mir schaudert vor der kommenden Tiefpunktwoche.
Woche 2
Jepp, auch hier wieder größte Auswirkung zu Beginn der zweiten Woche. Schlapp, ausgelaugt wie nach einem 120 Minuten Fußballspiel nach Verlängerung. Diesmal wird der Tiefpunkt gleich zum Wochenbeginn am Tag 8 der Infusion erreicht. Danach geht es von Tag zu Tag besser.
Das Minimum des körperlichen Befindens geht runter bis auf etwa 30 % des Normalzustandes. Das ist schon sehr belastend. Auf Dauer wäre das eine Katastrophe. So, als wenn man schlagartig um 30 Jahre gealtert wäre.
Woche 3
Es geht langsam aber stetig besser. Im Vergleich zum vorigen dreiwöchigen Infusionszyklus ist der Zustand allerdings schlechter. Erst ganz am Ende der Woche fühle ich mich halbwegs passabel. Erholung erreicht etwa 50 % vom körperlichen Normalzustand, immerhin.
Scheinbar braucht der Körper nach drei Infusionszyklen länger, um sich zu erholen. Kein Wunder, denn was an Medikamenten verabreicht wird, ist nun mal als giftig für den menschlichen Körper klassifiziert. Insbesondere das platinhaltige Cisplatin. Aber ich will mich nicht beschweren. Habe ja vorher gewusst, was verabreicht wird. Dass es dann aber doch so beschwerlich wird, hätte ich nicht erwartet.
